Fr 12.10.18, 18:00 Uhr

Filmreihe im Kino Cameo: Lo and Behold, Reveries of the Connected World

Filmreihe im Kino Cameo: Lo and Behold, Reveries of the Connected World

I, Robot

 
Filmreihe im Kino Cameo im Rahmen der Ausstellung «Hello, Robot.»

«I, Robot.» Wer? Das ist der Roboter als selbstwahrnehmendes Wesen. Eine Maschine, die laut Isaac Asimovs gleichnamigem Roman ethisch dazu verpflichtet ist, Menschen zu helfen – und als Form künstlicher Intelligenz doch immer wieder über seine Schranken hinauszuwachsen droht ... Dieser Konflikt macht auch das Potenzial im Film aus: Ob als Freund aus fremden Sphären, gefühlskaltes Monster, Beschützer, Butler, eigenständige Entität oder schlicht als Konkurrenz zum Menschen; die Figuren-Konstellationen und Genres, die rund um das Roboterthema bedient werden können, sind ebenso zahlreich wie vielgestaltig. Die Filmreihe rund um das kontroverse Maschinenwesen ist in Kooperation von Kino Cameo und Gewerbemuseum Winterthur zur Ausstellung «Hello, Robot.» entstanden und vereint sechs Real- und zwei Animationsfilme aus dem Jahr 1956 bis heute.

Lo and Behold, Reveries of the Connected World

 
Dokumentarfilm von Werner Herzog, US 2016, 98’, OV/d
 

Der Traum einer vernetzten Welt: Das Internet liess ihn aufleben, teils aber auch zum Albtraum verkommen. Und das Internet? Träumt es selbstauch? Altmeister und Visionär Werner Herzog, bekannt durch Filme wie «Aguirre, der Zorn Gottes» oder «Fitzcarraldo», realisierte 2016 nebst «Lo and Behold» gleich zwei weitere Filme und stellt damit seine unstillbare Neugierde und Schaffenskraft unter Beweis. So ist es (wie in vielen seiner Dokumentarfilmen) erneut seine wunderbar münchnerisch-gefärbte Stimme, die aus dem Off erklingt und wissen will, ob Fussball-Roboter die brasilianische Elf schlagen können; die fragt, ob Twitter als Medium die Meditation ersetzt habe und sich kurz entschlossen zur Marsexpedition bereiterklärt.

«Herzogs zehn Kapitel umfassende Abhandlung über das Internet ist übervoll von ‹talking heads›. Das Erstaunliche ist, dass dieses total konventionelle Stilmittel von in die Kamera hineinlabernden Leuten hier nicht dazu führt, dass sich ‹Lo And Behold› wie eine total konventionelle Doku anfühlt. Sondern eher wie etwas, das man als filmischen Essay bezeichnen könnte, klänge der Begriff nicht so pappig. Der 73-jährige Herzog, dieser grosse alte Aussenseiter der Filmwelt, ist ein Suchender geblieben. In seinen Dokumentationen doziert er keine Gewissheiten, man schaut ihm vielmehr beim Schlendern durch seine Gedanken zu.» (Die Zeit, Dirk Peitz, 19.8.2016)

Spielzeiten

Sa 22.09.18, 18:00 Uhr
Di 25.09.18, 20:15 Uhr
Fr 12.10.18, 18:00 Uhr

Spielort

Kino Cameo, Lagerplatz 19, Winterthur

Informationen/Reservation

www.kinocameo.ch