28.10.07 – 13.04.08

Bürowelten

Logo Bürowelten
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Fotos: Michael Lio / Ausstellungsplakat (Ausschnitt), Grafikdesign: Tim A. Landheer
In den westlichen Gesellschaften werden heute mehr als zwei Drittel der Erwerbsarbeit im Dienstleistungssektor geleistet. Dabei ist das Büro ein zentraler Ort, an dem Informationen, Wissen und Ideen zu Dienstleistungen verarbeitet werden. Die aktuelle Ausstellung im Gewerbemuseum lenkt den Blick auf diesen selbstverständlichen, oft unscheinbaren Lebensbereich und zeigt das Büro als gestalteten und sozialen Raum.

Kaum ein anderer Lebens- und Arbeitsbereich hat sich in den letzten Jahrzehnten so stark gewandelt wie das Büro. Schreibtisch, Bürostuhl und Telefon sind zwar noch präsent, geblieben sind auch die kleinen Helfer – Büroklammer, Bleistift und sogar der Ordner. Doch die Gesamtheit der historischen Bürotätigkeiten wie Texte verfassen, stenografieren, terminieren, kopieren, archivieren, ordnen, buchführen, rechnen, verhandeln oder übermitteln hat der PC integriert, und damit auch die klassischen Aufgaben des Büropersonals, der Sekretärin, des Buchhalters. Heute steht selbst der eigentliche Schauplatz zur Diskussion, das fixe Büro, einst unabdingbare Voraussetzung für die Organisation und die administrative Bewältigung der Waren- und Gedankenströme. Die Ausstellung zeichnet verschiedene Bürowelten von gestern, heute und für morgen und präsentiert die dazugehörenden Geschichten ihrer Insignien und Objekte. Sie beschäftigt sich mit dem Strukturwandel von der Industriegesellschaft hin zur Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft, was sich auch in der Gestaltung und der Symbolik von Arbeitsplätzen niederschlägt.

Gleichzeitig bietet die Ausstellung Raum für einen realen Arbeitsplatz: Das Forschungsteam des Projektes «human building® office» der Hochschule für Technik+Architektur Luzern nimmt an den «Bürowelten» im wahrsten Sinne des Wortes aktiv teil: Es richtet ihren Arbeitsplatz mitten in den Ausstellungsräumen im Gewerbemuseum ein, überprüft in diesem Umfeld verschiedene Bürokonzepte und lässt sich dabei über die Schultern schauen. Wobei gilt: Kommunikation ist nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht.

 Die vom Gewerbemuseum Winterthur konzipierte Ausstellung wird von Büro Schoch anlässlich des 125-Jahr-Jubiläums unterstützt.