19.03.06 – 05.06.06

Danese

Logo Danese
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Ausstellungsplakat (Ausschnitt), Grafikdesign: Tim A. Landheer
Im Jahre 1957 nimmt das Mailänder Unternehmen Danese die Produktion auf von ebenso ästhetischen wie praktischen Objekten für Büro und Wohnung. Sein Ziel ist es, perfekte Gegenstände herzustellen, die den aktuellen gesellschaftlichen Bedürfnissen entsprechen. Was als ehrgeiziges Projekt der beiden experimentierfreudigen Persönlichkeiten Bruno Danese und Jacqueline Vodoz beginnt, entwickelt sich bald zu einer Marke, mehr noch: zu einem Phänomen.

In enger Zusammenarbeit mit einem kleinen Kreis von Designer-Künstlern entstehen zwischen 1957 und 1991 Objekte, die zu den Ikonen italienischen Designs zählen: Bruno Munaris minimalistischer Aschenbecher «Cubo» (1957), Enzo Maris immerwährender Kalender «Timor» (1967) oder Achille Castiglionis zweiteiliges, mundgeblasenes Trinkglas «Paro» (1983). Neben diesen Serienprodukten für den täglichen Gebrauch umfasst das breite Angebot auch Kunsteditionen, Kunsthandwerk und Spielmaterialien für Kinder. Ihnen allen gemeinsam sind Einfachheit, das Experiment mit Material und Funktion sowie die Ökonomie der Mittel.

Die vom Musée de design et d’arts appliqués contemporains (mudac) in Lausanne konzipierte Ausstellung ehrt in Form einer ausgewählten «Anthologie» ein in der Geschichte des Designs einzigartiges Unternehmen. Danese war Atelier, Versuchslabor und Verlag zugleich, in welchem das Verhältnis von Kunst, Handwerk und Industrie in Theorie und Praxis neue Aktualität gewann.