05.12.14 – 08.03.15

Fashion Talks

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Blick in Ausstellung, Fotos: Hans Schürmann
Mode ist immer und überall. Sie ist die Freiheit, mit der wir spielen, und das Diktat, dem wir uns unterwerfen oder gegen das wir uns auflehnen. Mode ist Abgrenzung und Zugehörigkeit. Sie ist mal laut, mal leise, und schwingt hin und her zwischen in und out. Bundfaltenhose oder zerschlissene Jeans, High Heels oder Flip-Flops – mit der Überlegung «Was ziehe ich an?» stellen wir uns Tag für Tag zugleich die Frage «Wer möchte ich sein?» Denn noch bevor wir etwas sagen, hat unsere Kleidung schon für, über und vielleicht sogar gegen uns gesprochen.

Mode und Kommunikation

Wer bestimmt, was in oder out ist? Wozu gibt es Uniformen? Was ist ein Emo? Welche Stylecodes gelten in Jugendszenen? Ob Karos, Abzeichen, Streetwear oder Camouflage: Die Schau nimmt alte und neue Modetrends unter die Lupe und beleuchtet den individuellen und kollektiven Umgang mit Mode. Sie zeigt anhand alltäglicher Kleidungsstücke nicht nur, wie kleine Abweichungen die Schnitte, Muster und Nachbearbeitungen in Codes verwandeln, sondern ebenso, wie das raffinierte System «Mode» insgesamt funktioniert.Von der Kreation bis hin zur Vermarktung veranschaulicht sie die Strategien der Modekonzerne und Designer.

Fotos: Hans Schürmann

Die Ausstellung lädt darüber hinaus ein, selbst aktiv zu werden und eine Jeans auf «alt» zu trimmen, beim «Amt für jugendkulturelle Szenen» einen Vorschlag für neue Trends einzureichen oder am Computer ein eigenes Tartan-Karomuster zu entwerfen.

Von den Kuratorinnen Vera Franke und Bitten Stetter für das Museum für Kommunikation Berlin konzipiert, ergänzt das Gewerbemuseum Winterthur die Ausstellung mit Themen aus der Schweiz – insbesondere zu Mode, Jugend und Migration – sowie mit der Sammlung «Jeansdinge» von Katharina Tietze und Katharina Hohmann.

Am Donnerstag, 2. Oktober 2014 fand im Rahmen der Ausstellung «Fashion Talks» die unkonventionelle Fashion Show «Perspectives – Performing Fashion» statt. Das Gewerbemuseum Winterthur hatte gemeinsam mit der Studienvertiefung Style & Design, Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und dem Institut Mode-Design, HGK/FHNW Basel dazu eingeladen, die Ausstellung «Fashion Talks» auf überraschende Art neu zu erleben. Obwohl Kleider im Alltag bewegt sind, müssen sie in Modeausstellungen immer im Stillstand und als starre Momentaufnahmen präsentiert werden. Für einmal wurden nun diese Grenzen gesprengt und Mode geriet einen Abend lang in Bewegung. Denn Mode bewegt nicht nur sich selbst, sondern auch uns – dies war das Motto der Veranstaltung. Zahlreiche Studierende aus Basel und Zürich verwandelten sämtliche Räumlichkeiten des Gewerbemuseums mit über zwanzig Interventionen, Performances, Installationen und Videos temporär zu einer rasanten, unkonventionellen Fashion Show, so dass die Besucherinnen und Besucher Mode auf ganz unterschiedlichen Ebenen erleben konnten.

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